Die zehn schönsten Wälder Deutschlands

Der Lebensraum Wald bedeckt in Deutschland 11,4 Millionen Hektar Fläche, was 32% der Gesamtfläche der Bundesrepublik entspricht. Wir stellen die zehn schönsten Wälder vor.

Pfälzerwald

Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit dem größten Waldanteil, gemessen an seiner Gesamtfläche (42,3%). So verwundert es auch nicht, dass der Pfälzerwald als das größte zusammenhängende Waldgebiet in Deutschland gilt.

Er ist ein beliebtes Ziel für einen Kurzurlaub in Deutschland, wurde er doch bereits im Jahre 1958 zum „Naturpark Pfälzerwald“ ernannt. 1992 folgte auch noch die Anerkennung als Biosphärenreservat durch die UNESCO. In der Gegend um Dahn, auch das Dahner Felsenland genannt, kommen vor allem Kletterer auf ihre Kosten. Zahlreiche Felsen laden dazu ein erobert zu werden.

Zu den bekanntesten und spektakulärsten zählen der Teufelstisch bei Hinterweidenthal, der Jungfernsprung und die beiden Felstürme Braut und Bräutigam. Der Pfälzerwald verfügt, wie viele Wälder in Deutschland, über ein dichtes Netz an gut ausgebauten Wanderwegen. Das Angebot reicht von Fernwanderwegen, wie dem Pfälzer Jakobsweg, bis hin zu zahlreichen themenbezogenen Wanderwegen.

Der Wanderer hat die Qual der Wahl: Waldlehrpfade, Gewässerwanderwege, Felsenwanderwege und die Premium- und Prädikatswanderwege.

Letztere wurden in den letzten Jahren durch den Tourismusverband Pfalz ins Leben gerufen. Zahlreiche Burgen und Aussichtspunkt ergänzen das Angebot, und machen den Pfälzerwald zu einem spannenden Ziel für eine Wochenendreise.

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Schwarzwald

Wenn du deinen Kurzurlaub in Deutschland gerne in Baden-Württemberg verbringen möchtest, dann wirst du mit ziemlicher Sicherheit im Schwarzwald landen.

Das höchste Mittelgebirge des Landes ist gleichzeitig die meistbesuchte Urlaubsregion im Südwesten. Eine Besteigung seines „Höchsten“, des Feldberges, ist ein tolles Erlebnis. Mit 1.493 Metern liegt dieser auf Augenhöhe mit vielen Gipfeln im Bayerischen Voralpenland. Weitere Berge mit besonders schöner Aussicht sind der Belchen, Schauinsland und die Hornisgrinde im Nordschwarzwald.

Im Sommer laden die Seen zu einer Abkühlung ein. Zu den bekanntesten gehören der Titisee, Mummelsee, Feldsee und der Schluchsee. Wanderer reisen gerne in den Schwarzwald, bietet dieser doch eine große Auswahl an Wanderwegen in allen Längen und Schwierigkeitsgraden.

Neben einer Vielzahl an Rundwegen und Themenwanderwegen, durchziehen auch sehr viele Fernwanderwege die Region. Zu den bekanntesten zählen der Westweg von Pforzheim nach Basel, der Querweg von Freiburg an den Bodensee und die „Premium-Wanderwege“ Murgleiter und Schluchtensteig.

Nur wenige Wälder in Deutschland verfügen über so ein breites Angebot für Wanderer.

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Nationalpark Eifel

Nur 65 Kilometer südwestlich von Köln liegt ein einmaliges Schutzgebiet. Nicht viele Wälder in Deutschland bieten Lebensraum für so viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zu den prominentesten Vertretern gehören der Schwarzstorch und der Luchs, insgesamt wurden aber bereits über 2.000 Arten nachgewiesen.

Der noch relativ junge Nationalpark Eifel bietet ein breitgefächertes Angebot an Aktivitäten. Es gibt die Möglichkeit sich den Rangern anzuschließen, um auf die Suche nach seltenen Tieren zu gehen. Zur Verfügung stehen hierzu auch die Vogelbeobachtungs-Stationen und eine Rothirsch-Aussichtsempore auf der Dreiborner Hochfläche.

Auf dem sogenannten „Wildnis-Trail“ kannst du den Nationalpark in 4 Tagen durchqueren. Die einzelnen Tagesetappen sind zwischen 18 und 25 Kilometern lang. Es gibt aber auch viele Rundwege und Tagestouren. Das gesamte Wegenetz im Nationalpark Eifel bietet 240 Wanderkilometer.

Damit lässt sich eine aktive Wochenendreise sehr abwechslungsreich gestalten. Für alle, die es doch etwas gemütlicher mögen, bietet sich eine Kutschfahrt im Planwagen über die Dreiborner Hochfläche an.

Oder kürze doch einfach eine längere Wanderung mit einer Schiffsfahrt ab: auf dem Obersee bringt dich die Fähre von Einruhr über Rurberg direkt an die Urftseestaumauer im Herzen des Schutzgebiets.

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Bayerischer Wald

Eines der beliebtesten Reiseziele für einen Kurzurlaub in Deutschland ist ohne Zweifel der Bayerische Wald. An der Grenze zu Tschechien gelegen, erwartet der Nationalpark Bayerischer Wald seine Besucher mit einem vielfältigen Angebot.

Mehr als 350 Kilometer gut markierte Wanderwege führen überwiegend durch artenarmen Fichtenwald. Gut die Hälfte der Fläche des Nationalparks ist sich selbst überlassen, was den Bayerischen Wald zu einem der ursprünglichsten Waldgebiete Deutschlands macht. Der Fernwanderweg Goldsteig durchquert den Nationalpark auf seinem 660 Kilometer langen Weg von Marktredwitz bis Passau.

Zahlreiche Rundwanderwege laden außerdem zu seiner Erkundung ein. Die Artenvielfalt ist beeindruckend: 7.300 Arten sind bisher nachgewiesen. Bestehend aus 3.850 Tierarten, 1.860 Pilzarten, 490 Moosarten, 340 Flechtenarten und 760 Gefäßpflanzenarten.

Auf einer Fläche von 220 ha laden weitläufige Tier-Freigehege zur Beobachtung der bayerischen „Big Five“ ein: Luchs, Wolf, Rothirsch, Elch und Braunbär. Eine ganz besondere Tour führt auf das „Dach“ des Bayerischen Waldes, den Großen Arber.

Mit 1.456 Metern ist dieser im wahrsten Sinne der Höhepunkt des Nationalparks.

Im Winter ist vor allem die Umgebung von Bodenmais eine Wochenendreise wert, ist diese doch perfekt geeignet für ausgedehnte Winterwanderungen und Schneeschuhtouren.

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Nationalpark Hainich

Der Nationalpark Hainich, in Thüringen gelegen, ist der 13. und jüngste Nationalpark Deutschlands. Gegründet wurde er im Jahre 1997, überwiegend zum Schutze des heimischen Buchenwaldes. Mit einer Fläche von etwa 160 km² ist der Hainich der größte zusammenhängende Laubwald der Bundesrepublik.

In den nächsten Jahren soll im Nationalpark ein mitteleuropäischer Urwald heranwachsen. Für Wanderer stehen auch hier einige Fernwanderwege, wie zum Beispiel die Via Porta oder der Hainichlandweg zur Verfügung. Letzterer führt in sieben Etappen auf 130 Kilometern quer durch den Hainich-Höhenzug und Teile des benachbarten Werratales. Hinzu kommen unzählige Themenwanderwege.

Vom Kulturpfad, über den Urwaldpfad und den Naturpfad, bis hin zum Wildkatzenpfad. Der Nationalpark Hainich ist ein bevorzugter Lebensraum der seltenen Wildkatze.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Baumkronenpfad, welcher sich auf einer Höhe von 10 bis 41 Metern über dem Waldboden durch die Baumkronen windet. Er bietet die Möglichkeit seltene Fledermäuse und Schmetterlinge zu beobachten, mit etwas Glück sogar eine Wildkatze.

Vom höchsten Punkt des Pfades reicht der Ausblick über den Hainich bis in das Thüringer Becken.

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Darßwald

Der Darßwald in Mecklenburg-Vorpommern bietet einen Kurzurlaub in Deutschland mit einer einzigartigen Kombination aus Wald und Strand. Dieses besondere Waldgebiet liegt auf dem Westteil der Halbinsel Darß, innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Es gibt eine schöne Auswahl an Wanderwegen, allerdings entdeckt man den Darmwald am besten mit dem Fahrrad. Ein dichtes Netz von Radwegen steht zur Verfügung und auch die übrige Infrastruktur ist auf die Zweiräder ausgelegt.

Sowohl die örtlichen Busse als auch der Schiffsverkehr, nehmen gerne Fahrräder mit. Ein Wald der direkt am Ostseestrand endet, zweifelsohne eine Besonderheit!

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Naturpark Stechnil-Ruppiner Land

Wir bleiben im Norden Deutschlands, genauer gesagt in Brandenburg. Nördlich von Berlin bietet das Schutzgebiet um den großen Stechlinsee eine einzigartige Kombination aus Wald-, Seen und Moorlandschaft.

Auch wenn der Wald immerhin 62% der Gesamtfläche ausmacht, so sind 180 Seen doch eine stattliche Anzahl. So wundert es auch nicht, dass hier neben dem Wandern auch der Wassersport sehr beliebt ist. Die Rundwanderwege führen mit einer Länge von nur 1,3 Kilometern (Gallberg) bis zu 13,6 Kilometern (um den Stechlinsee) durch den Naturpark.

Viele davon verbinden die unterschiedlichen Landschaften gekonnt.

Die Gegend ist außerdem sehr beliebt für Kajak und Kanu touren. Ein kultureller Höhepunkt ist das Schloss Rheinsberg, welches dem sagenumwobenen Preußenkönig Friedrich dem Großen einst als Wohnsitz diente.

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Naturpark Schönbuch

Der Schönbuch, südwestlich von Stuttgart gelegen, ist sicherlich einer der weniger bekannten Wälder in Deutschland. Wahrscheinlich gilt er deshalb als eine Art Geheimtipp. Im Jahr 2014 wurde ihm der Titel „Waldgebiet des Jahres“ verliehen. Sehr beliebt ist der Schönbuch bei Vogelbeobachtern und Naturfreunden.

Am Birkensee, auf dem Bergrücken des Brombergs gelegen, und im Großen Goldersbachtal sowie in den Tälern seiner Quellbäche Fischbach und Lindach, sind viele seltene Wasservögel zu finden. Zu ihnen gehören der farbenfrohe Eisvogel und der Graureiher.

Über den Winter werden auch regelmäßig Kormorane, Schwarzstörche und Kraniche entdeckt, welche aus dem Norden kommen und die offenen Wasserflächen im Schönbuch zu schätzen wissen.

Zwar sind die Wege im Schönbuch eher als Spazierwege einzustufen, überwiegend auf kleinen Forstwegen, jedoch bieten sie mit insgesamt sieben Schaugehegen jede Menge Unterhaltung.

Mit Rotwild, Damwild und Schwarzwild, sind alle gängigen Waldbewohner vertreten und gut zu beobachten. Vor allem für Kinder ist dies ein schönes Erlebnis und bringt ihnen die heimische Natur etwas näher.

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Harz

Ein beliebtes Ziel für eine abenteuerliche Wochenendreise ist der Harz. Das höchste Gebirge Norddeutschlands erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Seine höchste Erhebung ist der bekannte Brocken, mit 1.141 Metern. Der Harz zeichnet sich, bei einer Gesamtfläche von stolzen 2.226 km², vor allem durch seine landschaftliche Vielfalt aus. Neben Bergen wie dem bereits erwähnten Brocken, bietet das Gebiet tief eingeschnittene Täler, ausgedehnte Waldflächen, Wasserfälle und Stauseen.

Im Harz gibt es einen Nationalpark und drei eigenständige Naturparks. Mit einem gut beschilderten Wanderwegenetz von über 8.000 Kilometern ist der Harz ein wahres Wanderparadies.

Es bieten sich schier endlose Möglichkeiten. Der bekannteste Fernwanderweg in der Region ist der Harzer-Hexen-Stieg.

Er kann in verschiedenen Varianten begangen werden. Die Länge beträgt je nach Variante zwischen 94 Kilometern (direkter Weg) und 107 Kilometern (mit der Brockenumgehung).

Der Weg bietet viele Highlights: ausgedehnte Misch- und Nadelwälder, tiefe Schluchten, Hochmoore und mittelalterliche Fachwerkstädtchen. Hinzu kommt auf der direkten Variante eine Überschreitung des Brockens.

Andere beliebte Fernwanderwege sind der Harzer Baudensteig und der Harzer Grenzweg, mit jeweils 100 Kilometern Streckenlänge. Außerdem gibt es eine endlos scheinende Auswahl an Rundwegen und Tagestouren quer durch den Nationalpark Harz.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt mit der Brockenbahn auf den höchsten Gipfel des Harzes. In dieser historischen Dampflokomotive scheint man in die Vergangenheit zu reisen.

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Sächsische Schweiz

Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges in Sachsen wird als Sächsische Schweiz bezeichnet. Der Nationalpark ist zwar in erster Linie für seine Felsformationen bekannt und ein sehr beliebtes Klettergebiet, jedoch sind 93% seiner Fläche von Wald bedeckt.

Daher kann man die Sächsische Schweiz mit gutem Gewissen in die Liste der zehn schönsten Wälder Deutschlands einbeziehen. Stolze 1.134 freistehende Sandsteinfelsen warten auf die Kletterer und etwa 1.200 Kilometer Wanderwege auf die Wanderer.

Der berühmteste ist ohne jeden Zweifel der Malerweg. In acht abwechslungsreichen Etappen führt dieser auf 112 Kilometern von Liebethal bis zur tschechischen Grenze und auf der anderen Elbseite wieder zurück nach Pirna.

Der Weg steuert nahezu alle Höhepunkte der Region an: Festung Königstein, Pfaffenstein, Affensteine, Schrammsteine, Burg Hohnstein und die Bastei, um nur einige zu nennen.

Wer keine acht Tage Zeit hat, der kann natürlich auch einzelne dieser Orte während einer Tagestour besuchen. Sie sind allesamt sehr gut erschlossen.

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